Militärische Ausbildung

Aufgeklärt: Reservisten heben Fernspäher aus

„Alaaarm!“ Der Schrei reißt die Wachmannschaft eines Ausbildungslagers der fiktiven Arendischen Befreiungsfront (ABF) aus ihrem Ausbildungsbetrieb. Eine Streife hat einen Fernspäher der Bundeswehr aufgeklärt. Dieser ergreift die Flucht. Bei der Verfolgungsjagd werden zwei weitere Fernspäher in ihrem Versteck aufgespürt und festgesetzt. Was den Reservisten, die als Rollenspieler die ABF-Kräfte stellen, nicht klar ist: Durch ihren beherzten Einsatz haben sie im Übungsszenario „Schneller Adler 2018“ eine diplomatische Krise ausgelöst.

Neues Chest-Rig für Brandenburger Reservisten

Im Oktober konnten die Reservisten in der Potsdamer Havelland-Kaserne zum ersten mal die neu beschaffte persönliche Ausrüstung nutzen. Zur Verbesserung der Ausbildung haben die Landesgruppe Brandenburg und die Reservistenkameradschaft (RK) Potsdam zusammen insgesamt 50 Sätze bestehend aus Chest-Rig mit diversen Taschen und weiterem Zubehör beschafft.

Damit wurde ein immer wieder aufkommenden Kritikpunkt an der bisher genutzten Ausrüstung durch Landesgruppe und RK aufgegriffen. Die Ausrüstung verbleibt bei der Landesgruppe bzw. der RK Potsdam und wird gegen Unterschrift auf der Materialausgabeliste ausgegeben. So werden zeitgemäße Ausbildung und einheitliches Auftreten miteinander vereint, ohne dass die Reservisten adäquate Ausrüstung privat beschaffen müssen. Das Chest-Rig wird auch in zukünftige Ausbildungen der Landesgruppe, insbesondere beim Projekt ‚Sicherungszug‘, zum Einsatz kommen und dabei das Koppeltragegestell ersetzen.

Teamwork: Dienen muss auch Spaß machen

Beim Motivationstag der Landesgruppe Brandenburg standen bei der Ausbildung Teamwork und Erlebnisorientierung im Vordergrund. Ziel war es, die Motivation für den freiwilligen Dienst in der immer knapper werdenden Freizeit hoch zu halten und die Kameradschaft zu stärken. Die Reservisten traten dazu in einer wettkampfähnlichen Lage in mehreren Teams gegeneinander an. Nur mit guter Zusammenarbeit und starken Individualleistungen bei den militärischen Grundfertigkeiten konnten die Mannschaften gute Leistungen bringen und bestehen.

Kameraden retten, den Feind verzögern

Beim zweiten Ausbildungswochenende des Jahres kamen Brandenburger Reservisten zusammen, um weiter die militärischen Grundlagen für das ‚Projekt Sicherungszug‘ zu legen. Der Schwerpunkt der Ausbildung lag auf der taktischen Verwundetenversorgung und dem Anlegen von Sperren. Gleichzeitig wurde die Möglichkeit genutzt, um die DRM-Teilnehmer auf den bald stattfindenden Bundeswettkampf vorzubereiten. Dazu wurde u.a. intensiv mit der Granatpistole geschossen und die körperliche Fitness trainiert. Bei der Sanitätsausbildung bewegten sich die Reservisten im Gruppenrahmen durch ein Gelände, in dem jederzeit mit Feind zu rechnen war. Nach dem Motto ‚vom Leichten zum Schweren‘ musste sie sich dabei in verschiedenen Lagen bewähren. Als erstes trafen Sie auf einen Verkehrsunfall, mit drei verletzten Zivilisten. Die Verletzten wurden bis zum Eintreffen der Rettungskräfte erstversorgt und betreut. Nach der Übergabe der Unfallopfer setzte die Gruppe Ihren Marsch fort.

Projekt Sicherungszug: Grundlagen im Gefechtsdienst gelegt

Die militärische Ausbildung der Landesgruppe Brandenburg folgt einem Ziel: In den kommenden Jahren sollen die Reservisten befähigt werden im Rahmen eines Sicherungszuges gemeinsam zu handeln. Sie sollen so dem Landeskommando Brandenburg bei Bedarf zur Verfügung stehen können. Die aufeinander aufbauende Ausbildung hat den Vorteil, dass auf die übliche Ausbildung der militärischen Grundlagen, weitergehende und forderndere Ausbildungen folgen können. Neben der Erhöhung des Ausbildungsniveaus soll mit dem Projekt Sicherungszug auch die Motivation der Reservisten hoch gehalten werden.

Erste-Hilfe-Ausbildung in Potsdam

Die Reservistenkameradschaft Potsdam führte am letzten Januarwochenende für Ihre Mitglieder eine Auffrischung in der Ersten-Hilfe durch. Hauptgefreiter d. R. Enrico Gadau, ziviler Rettungssanitäter und mit Erfahrungen aus mehreren Einsätzen als Sanitäter auf dem Balkan, vermittelte neben den üblichen Grundlagen viel Praxiswissen an die Teilnehmer. Ziel der Reservistenkameradschaft ist es, aufbauend auf diese Erste-Hilfe-Ausbildung, in der zweiten Jahreshälfte eine praxisorientiertere Ausbildung mit Schwerpunkt auf der taktischer Verwundetenversorgung anzubieten.

Klirrende Kälte beim „Eisadler 2017“

Eine ruhige und sternenklare Nacht lag über dem ehemaligen Truppenübungsplatz Lehnitz, als plötzlich ein Lichtblitz mit einem mächtigen Knall die Ruhe beendete. Ein entsetzliches Schreien kündete Unheilvolles an. Das zweite Winterbiwak der Reservistenkameradschaft „Roten Adler“ Lehnitz ging in eine heiße Phase.

Pokalschießen bei Kaiserwetter

Als am Morgen des 28. Mai, bei sommerlichen 28°C und einem wolkenlosen Himmel, die ersten Schüsse brechen, haben sich bereits über 200 Teilnehmer zum Pokal- und Gästeschießen auf der Schießbahn bei Brück eingefunden. Mehr als die Hälfte von ihnen zivile Gäste, die noch nie, oder schon seit Jahren keine Schusswaffe gebraucht hatten.”Für mich war das vor allem eine seltene aber lehrreiche Möglichkeit hinter die Kulissen der Bundeswehr zu schauen. Das Schießen erfolgt nach penibel geplanten Abläufen. Es ist anstrengend und wesentlich anspruchsvoller als ich es mir vorgestellt habe.“, so ein Gast aus Berlin

Kraftfahrerausbildung mit dem LKW im schweren Gelände

Bereits im letzten Jahr gab es ein größeres gemeinsames Ausbildungsvorhaben, bei dem die Reservistenkameradschaften Luckenwalde und Potsdam das Technische Hilfswerk (THW) unterstützen konnten. Bei der diesjährigen Ausbildung wechselten die Reservisten die Seite um, angeleitet von Ausbildern des THW, ihre Fähigkeiten im Umgang mit LKW zu verbessern. Dazu führte das THW Luckenwalde Ende März eine Kraftfahrerausbildung für THW-Helfer und Reservisten auf dem Truppenübungsplatz Klietz durch.

Reservisten unterstützten Großübung Jalluckkrasni des THW

Ausbildungsunterstützung der Reservistenkameradschaften Luckenwalde und Potsdam für das Technische Hilfswerk.

Langsam bewegt sich der Konvoi auf der schmalen Straße durch den dichten Wald. Links und rechts des Weges warnen leuchtend rote Schilder vor der Minengefahr in Jalluckkrasni – einem krisengeschüttelten Staat in Osteuropa. Nachdem das Team der Schnell-Einsatz-Einheit-Wasser Ausland (SEEWA) des THW am frühen Morgen gelandet ist, hatte es schon einige Widrigkeiten überstanden: Das elende Warten bei der Einreise am Flughafen, der Checkpoint der Regierungstruppen, die nicht von den Rebellen zu unterscheiden waren und das Verladen der tonnenschweren Ausrüstung auf die angemieteten alten Trucks bei fast 40 Grad im Schatten.