Hervorgehoben
Der neunte Marsch zum Gedenken endete heute am Ehrenmal der Bundeswehr im Berliner Bendlerblock. 155 Reservistinnen und Reservisten sowie aktive Soldatinnen und Soldaten marschierten in den vergangenen vier Tagen durch Brandenburg und Berlin, um all jenen zu gedenken, die seit Bestehen der Bundeswehr im Dienst ihr Leben verloren haben. Dabei legten Sie 120 Kilometer für die 120 Gefallenen der Bundeswehr und weitere 3.447 Meter zurück, die symbolisch für die im Dienst verstorbenen Kameradinnen und Kameraden stehen.
Sechzehn Jahre nach dem Karfreitagsgefecht in Afghanistan setzten Reservisten in ganz Brandenburg ein kraftvolles Zeichen der Solidarität. Unter dem Namen „16K3“ organisierten verschiedene Kameradschaften Gedenkmärsche, um den gefallenen und einsatzversehrten Soldaten der Bundeswehr Tribut zu zollen.
Die Reservistenkameradschaft Potsdam beteiligt sich in diesem Jahr am 14K3-Gedenkmarsch zur Erinnerung an die im Karfreitagsgefecht 2010 gefallenen deutschen Fallschirmjäger Hauptfeldwebel Nils Bruns, Stabsgefreiter Robert Hartert und Hauptgefreiter Martin Augustyniak.
Am Sonntag den 31. März 2019 unterstützten Reservisten der Reservistenkameradschaft Potsdam den Förderverein Südwestkirchhof Stahnsdorf e.V. beim jährlichen Frühjahrsputz auf dem Südwestkirchhof. Bei strahlendem Sonnenschein halfen zahlreiche Freiwillige, bestehend aus den Vereinsmitgliedern, Friedhofsmitarbeitern, den Reservisten der RK Potsdam und weiteren Unterstützern, dabei, die Friedhofsanlage mit Ihren Kriegsgräbern von Wildwuchs zu befreien, und damit diese einmalige Anlage für die vielen Besucher erlebbar zu halten.
Am Volkstrauertag gedachten Reservisten der RK Potsdam gemeinsam mit weiteren deutschen und britischen Teilnehmern den Opfern von Krieg und Gewalt. Auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf gedenken regelmäßig britische und deutsche Reservisten und Veteranen gemeinsam der Kriegstoten. An der Gedenkveranstaltung der britischen Botschaft zum Remembrance Day nehmen mittlerweile traditionell Angehörige der Reservistenkameradschaft “Großer Kurfürst” Potsdam teil, um auf dem Britischen Soldatenfriedhof der dort bestatteten Opfer des Ersten Weltkrieges zu gedenken. Genauso besuchen die Briten, unter ihnen ein militärischer Vertreter der Berliner Botschaft, das Gedenken zum Volkstrauertag.
Potsdamer Reservisten haben auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf das Holzkreuz zur Erinnerung an gefallene Soldaten des Ersten Weltkriegs saniert. Das etwa sechs Meter hohe Kreuz gehört zur deutschen Gedenkstätte, auf der 260 Soldaten ihre letzte Ruhe fanden. Auf Initiative von Hauptgefreiter d.R. Henrik Gutzke (auf dem Foto oben rechts) wurde das lange vernachlässigte Holz des Kreuzes gründlich gereinigt und mit einer Schutzfarbe angestrichen.