neuSAK: Reservisten erfolgreich umgeschult

neuSAK: Reservisten erfolgreich umgeschult

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Das neue Schießausbildungskonzept der Bundeswehr (neuSAK) ist schon lange nicht mehr so neu. Aber für die beorderungsunabhängigen Reserve ist die Umschulung der Reservisten immer noch nicht vorgesehen. Beorderte Reservisten sind bereits teilweise umgeschult worden. Von daher ist es ein besonderer Erfolg, dass in einem Pilotdurchgang Reservisten der Landesgruppe Brandenburg durch die Schießausbildungsgruppe des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr umgeschult wurden.

Pilot: neuSAK für Brandenburger Reservisten

Der stellvertretenden Landesvorsitzende für militärischen Ausbildung, Stabsfeldwebel Glauer, traf Absprachen mit der Schießausbildungsgruppe, die geeigneten Reservisten die Teilnahme an der Umschulung ermöglichte und auch in Zukunft weiter ermöglichen soll. Voraussetzungen für die Teilnahme sind unter anderen, dass die Reservisten einen sicheren Umgang mit der Pistole P8 und der Gewehr G36 haben, regelmäßig an den Ausbildungen der Landesgruppe teilnehmen bzw. teilnehmen werden und zuverlässig sind. So wird erreicht, dass die Teilnehmer im Rahmen der zur Verfügung stehenden Zeit einen maximalen Ausbildungserfolg erreichen.

Die Umschulung nimmt fünf Tage in Anspruch. Davon stehen die ersten drei Tage für das Trockentraining und Schießen am AGSHP zur Verfügung. An den beiden letzten Tagen wird intensiv auf der Schießbahn geschossen. Dazu wird im Nahbereich 1, also mit Pistole und Gewehr auf Entfernungen zwischen fünf und 25 Metern, geschossen. Die Ausbilder achteten insbesondere auf die Entwicklung der Schießtechnik der Teilnehmer. Dazu zählt insbesondere der feste und sichere Stand und das Abzugsverhalten. Dann auch auf kurze Entfernung, sitzt unter Zeitdruck und Stress nicht jeder Schuss von alleine.

Schießen lernt man nur durch Schießen

Die drei Brandenburger Reservisten waren hochmotiviert und hatten, zusammen mit einem aktiven Kameraden, in einer kleinen Gruppe beste Ausbildungsbedingungen. Ihnen gegenüber standen zwei erfahrenen Ausbilder, denen ihre Motivation Wissen und Können weiterzugeben ebenfalls anzumerken war. So wurden schon nach etwa einem halben Schießtag die erforderlichen Übungen für die Umschulung zum neuen Schießausbildungskonzept (neuSAK) erfolgreich abgeschlossen. Das eröffnete die Möglichkeit, die weitere Schießzeit für intensives Training mit den Waffen zu nutzen und so die neu erworbenen Fähigkeiten zu festigen und zu erweitern.

In den zwei Tagen intensiven Schießtrainings wurde nicht nur eine Menge Munition verbraucht, sondern es wurden vor allem ein erheblicher Ausbildungsfortschritt erreicht. Dies dient auch der Steigerung des Ausbildungsniveaus im Sicherungszug Brandenburg, denn dort dienen die Fähigkeiten des Einzelnen dazu, die Leistungen im Gruppen- und Zugrahmen weiter auszubauen. So soll auch mit der Umschulung neuSAK für aktive Reservisten im nächsten Jahr fortgefahren werden. Stück für Stück werden dann die Brandenburger Reservisten in kleinen Gruppen intensiv weitergebildet. Zusammen mit der weiterführenden Ausbildung, der weiteren Verbesserung der persönlichen Ausrüstung und der Bildung fester Strukturen im Sicherungszug, dient dies dazu Ausbildungsniveau, Motivation und Einsatzwert der Reservisten stetig zu erhöhen.

Ronald Nitschke
Ronald Nitschke

Vorsitzender der Reservistenkameradschaft Potsdam und stellvertretender Landesvorsitzender für Presse und Kommunikation

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