Pokalschießen bei Kaiserwetter

Pokalschießen bei Kaiserwetter

Print Friendly, PDF & Email

Als am Morgen des 28. Mai, bei sommerlichen 28°C und einem wolkenlosen Himmel, die ersten Schüsse brechen, haben sich bereits über 200 Teilnehmer zum Pokal- und Gästeschießen auf der Schießbahn bei Brück eingefunden. Mehr als die Hälfte von ihnen zivile Gäste, die noch nie, oder schon seit Jahren keine Schusswaffe gebraucht hatten.”Für mich war das vor allem eine seltene aber lehrreiche Möglichkeit hinter die Kulissen der Bundeswehr zu schauen. Das Schießen erfolgt nach penibel geplanten Abläufen. Es ist anstrengend und wesentlich anspruchsvoller als ich es mir vorgestellt habe.“, so ein Gast aus Berlin

Unter der Leitung von Hauptmann Sven Arlt wurde mit der Pistole P8 auf 25 Meter und mit dem Gewehr G36 auf 100 Meter geschossen. Für Ungeübte eine nicht zu unterschätzende Distanz. Doch durch eine vorangegangene Einweisung an den Waffen gab es kaum Unsicherheiten beim Schießen und es wurden zum Teil hervorragende Ergebnisse erzielt. Die Gäste waren durchweg begeistert, dass die Bundeswehr ihnen diese Möglichkeit so unbürokratisch einräumte.

Doch mit dem Schießen allein war es nicht getan. Während Angehörige des 7./ FJgRgt 1 eine Waffenschau von MP7 über G28 bis MG4 hielten, boten Soldaten des  5./LogBtl 172 eine Geländefahrt mit verschiedenen Fahrzeugen. So konnten sich die Teilnehmer dem Genuss hingeben, mit Dingo, Eagle, Greenliner und anderen Fahrzeugen den Panzertreck zu überwinden. „Begeistert hat mich vor allem die präsentierte Fahrzeugtechnik, die jedes gewöhnliche Straßenfahrzeug wie ein Plastikspielzeug aussehen ließ. Jeder freie Zentimeter des Innenraums wird für Ausrüstung und Hightech genutzt, während die tiefsten Schlaglöcher mühelos überwunden werden.“, stellte ein Gast fest. Darüber hinaus unterstütze das THW Eberswalde seinerseits mit einigen Fahrzeugen und gab bereitwillig Auskunft über seine Arbeit.

Im Anschluss wurde sich bei einem erlesenen Klassiker der BW-Cuisine, Erbsensuppe mit Bockwurst, gestärkt. Zivile und militärische Teilnehmer kamen in ausgelassener Atmosphäre miteinander ins Gespräch. So wurde auch am Infostand des Reservistenverbandes über die Reservistenarbeit informiert, so dass sich neun ehemalige Soldaten für die Mitgliedschaft entschieden.

Am Ende der Veranstaltung wurden die besten Schützen bei der Pokalverleihung geehrt. Den Gesamtsieg erreichte die vierköpfige Mannschaft der RK Lehnitz. Dann schloss der Leitende die Veranstaltung mit einem dreifach kräftigen Horrido, in das die Gäste begeistert mit einstimmten.

Bild oben: Die Gäste schießen mit dem Gewehr G36 unter Aufsicht erfahrener Reservisten.
Mehr Fotos bei Flickr.com: Reservistenverband Brandenburg

Ronald Nitschke
Ronald Nitschke

Vorsitzender der Reservistenkameradschaft Potsdam und stellvertretender Landesvorsitzender für Presse und Kommunikation sowie IT und Digitalisierung