Kraftfahrerausbildung mit dem LKW im schweren Gelände

Kraftfahrerausbildung mit dem LKW im schweren Gelände

Print Friendly, PDF & Email

Bereits im letzten Jahr gab es ein größeres gemeinsames Ausbildungsvorhaben, bei dem die Reservistenkameradschaften Luckenwalde und Potsdam das Technische Hilfswerk (THW) unterstützen konnten. Bei der diesjährigen Ausbildung wechselten die Reservisten die Seite um, angeleitet von Ausbildern des THW, ihre Fähigkeiten im Umgang mit LKW zu verbessern. Dazu führte das THW Luckenwalde Ende März eine Kraftfahrerausbildung für THW-Helfer und Reservisten auf dem Truppenübungsplatz Klietz durch.

Im ehemaligen Bundeswehr-LKW im Gelände unterwegs

Bevor mit den Fahrzeugen vom Typ MAN gl und UNIMOG ins Gelände gestartet wurde, lagen eine Einweisung und die Vermittlung theoretischer Grundlagen vor den Teilnehmern. Auch wenn die Fahrzeuge den Reservisten bekannt sind, saß doch noch nicht jeder hinter deren Steuer. Zum Kennenlernen wurden deshalb noch am Freitagabend einige Platzrunden unter fachkundiger Begleitung gedreht. Dabei konnten die bewährten Fahrzeuge ihre Herkunft nicht verbergen. Von außen im auffälligen THW-Blau, strahlte das Innere der geländegängigen LKW im bekannten Oliv der Bundeswehr.

Mit dem LKW 2t UNIMOG über den Knüppeldamm. (Foto: RK Potsdam/David Rügen)

Parallelausbildung: Technik, Sicherheit und Rangieren

Parallel zum Fahren im Gelände wurden die Teilnehmer theoretisch und praktisch in weiteren Bereichen geschult. Dazu gehörte das Rückwärtsfahren und Rangieren mit zivilen Anhänger- und Sattelzügen sowie eine Schulung zur Ladungssicherung durch die Schwerlastkontrollgruppe der Autobahnpolizei Brandenburg. Außerdem wurden u.a. Benzinleitungen geflickt, ein platter Reifen und ein loser Keilriemen repariert, um einen liegengebliebenen LKW wieder fahrtüchtig zu machen.

Die Geländefahrbahn: Über Stock und Stein

Der Höhepunkt war aber ohne Zweifel die Fahrt in schwierigem Gelände. Die Geländefahrbahn bot dafür herausfordernde Hindernisse. Steile Anstiege und Abfahrten, Schotterpisten und Knüppeldämme, sowie die Wellenbahn forderten Fahrer und Fahrzeuge. Der anspruchsvollste Abschnitt war wohl die Gewässerdurchquerung, bei der die Fahrzeuge einen kleinen, künstlich angelegten Seitenarm der Havel durchquerten. Die beliebte Station sorgte aber auch mehrmals für die unfreiwillige Übung ‚Bergen eines festgefahrenen Fahrzeugs aus einem Gewässer‘. Dennoch kamen Ausbildungserfolg und Spaß bei niemandem zu kurz. Am Abend konnten THW-Helfer und Reservisten gemeinsam am Biwakplatz auf einen erfolgreichen, aber viel zu kurzen Ausbildungstag zurückschauen.

Weitere Fotos gibt es im Flickr-Stream der RK Potsdam.

Ronald Nitschke
Ronald Nitschke

Vorsitzender der Reservistenkameradschaft Potsdam und stellvertretender Landesvorsitzender für Presse und Kommunikation