Hervorgehoben
Fulda / Berlin. 166 Bundesdelegierte des Reservistenverbandes haben an diesem Wochenende im hessischen Fulda ein neues Präsidium gewählt. Neuer Verbandspräsident ist der 39-jährige Bastian Ernst aus Niedersachsen.
Der Hauptgefreite der Reserve ist seit 2025 Mitglied des Deutschen Bundestages (CDU) und gehört dort u.a. dem Verteidigungsausschuss an. Zu seinen Stellvertretern wurden der Saarländer Oberleutnant d.R. Esra Limbacher MdB (36, SPD) sowie der bisherige Stellvertreter des Präsidenten Hauptmann d.R. Ralph Edelhäußer MdB (53, CSU) aus Franken gewählt.
„Ich möchte Vorbild sein für andere junge Leute, die sich jetzt mit der Wehrdienst-Thematik beschäftigen. Das, was für mich selbstverständlich war, diesem Land zu dienen, ist für die neue Generation nicht mehr selbstverständlich“, sagte Ernst der Bundesdelegiertenversammlung (BDV) in seiner Vorstellung. Die Aussetzung der Wehrpflicht sei ein politischer und gesellschaftlicher Fehler gewesen. Dies gelte es nun zu korrigieren, die Zeitenwende müsse in den Köpfen der Menschen ankommen. Damit das klappe, brauche es auch einen starken Reservistenverband. „Jetzt ist es Zeit, nach vorne zu blicken. Ich freue mich, dass ich diese Chance kriege, den Verband anführen zu dürfen – gemeinsam mit dem Präsidium, mit den Landesvorsitzenden und vor allem gemeinsam mit den Mitgliedern.“
Auch die Vizepräsidenten sowie der Bundesschatzmeister wurden neu bzw. erneut gewählt:
Bei ihrer letzten Versammlung im November 2025 hatten die Bundesdelegierten beschlossen, im Rahmen einer außerordentlichen BDV ein neues Präsidium zu wählen. Um keine zusätzlichen Kosten zu verursachen, wurde die Wahl, die eigentlich 2027 fällig gewesen wäre, auf dieses Frühjahr vorgezogen. Ziel der personellen Neuausrichtung ist es, die Verbandsarbeit mit frischen Impulsen zukunftsfähig zu gestalten und mit Blick auf die großen sicherheitspolitischen Themen wie die Wehrpflichtdebatte, die Strategie der Reserve, in der Veteranenarbeit oder auch beim Themenkomplex Heimatschutz an der Seite der Bundeswehr als starker, selbstbewusster Partner auf Augenhöhe auftreten zu können.
Bundesdelegierte sind neben den Delegierten kraft Amtes, etwa den Landesvorsitzenden und den Mitgliedern des Präsidiums, gewählte Mitglieder aus den Landesgruppen. Jeder Delegierte vertritt 800 Mitglieder der jeweiligen Landesgruppe.
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