Projekt Sicherungszug: Grundlagen im Gefechtsdienst gelegt

Projekt Sicherungszug: Grundlagen im Gefechtsdienst gelegt

Die militärische Ausbildung der Landesgruppe Brandenburg folgt einem Ziel: In den kommenden Jahren sollen die Reservisten befähigt werden im Rahmen eines Sicherungszuges gemeinsam zu handeln. Sie sollen so dem Landeskommando Brandenburg bei Bedarf zur Verfügung stehen können. Die aufeinander aufbauende Ausbildung hat den Vorteil, dass auf die übliche Ausbildung der militärischen Grundlagen, weitergehende und forderndere Ausbildungen folgen können. Neben der Erhöhung des Ausbildungsniveaus soll mit dem Projekt Sicherungszug auch die Motivation der Reservisten hoch gehalten werden.

Ende Februar fand auf dem Truppenübungsplatz der erste Gefechtsdienst nach dem Start des Ausbildungsprojektes statt. Mit der Ausbildung an der Granatpistole wurde dabei auch gleich ein kleines Highlight gesetzt, denn auch das bloße Schulschießen mit dieser Waffe kommt im Reservistenalltag nur selten vor. Die Reservisten schossen verschiedene Schulschießübungen mit dieser Waffe. So konnten wichtige Grundlagen im Umgang mit der Granatpistole gelegt bzw. aufgefrischt werden. Außerdem wurde so gleichzeitig  das Training der Brandenburger Teilnehmer an der Deutschen Reservistenmeisterschaft in diesem Jahr unterstützt. Diese Vorbereitung wird, wo immer möglich, in die Ausbildungen der ersten Jahreshälfte integriert, um größtmögliche Synergieeffekte nutzen zu können.

Reservisten überwinden das Kommandonetz auf der Hindernisbahn (Foto: Ronald Nitschke)

Nach dem Schießen ging es weiter mit der Ausbildung militärischer Grundlagen. Auf der Jägerbahn überwanden die Reservisten im Trupprahmen verschiedene Hindernisse unter gegenseitiger Sicherung. Dabei wurden nicht nur fordernde Hindernisse wie Fuchsbau und Kommandonetz gemeinsam genommen, sondern es mussten auch verschiedene feindliche Ziele bei zunehmender Dunkelheit selbstständig aufgeklärt und bekämpft werden. Dem zuvor ging eine viel zu oft vernachlässigte Tätigkeit, die jeder Soldat beherrschen muss: das Anlegen der eigenen Tarnung. Mit blanken Helm und weißem Gesicht kam heute niemand auf die Hindernisbahn. Hier boten der Einsatz von Tarnschminke und Vegetation Abhilfe, um sich der Aufklärung durch den potentiellen Gegner zu entziehen.

Im letzten Ausbildungsabschnitt am folgenden Sonntag wendete sich das Blatt. Nun galt es selber Aufklärungsergebnisse zu gewinnen, festzuhalten und zu melden. Im Gruppenrahmen absolvierten die Reservisten dazu verschiedene Stationen von der Geländebeobachtung bis zum Zeichnen verschiedenen Skizzen. So wurden im gesamten Ausbildungswochenende die militärischen Grundlagen trainiert und überprüft. Auf dieser Basis wird es in den folgenden Monaten weitergehen, bevor am Jahresende eine erste größere Überprüfung der Fähigkeiten im Projekt Sicherungszug stattfinden wird.

Ronald Nitschke
Ronald Nitschke

Vorsitzender der Reservistenkameradschaft Potsdam und stellvertretender Landesvorsitzender für Presse und Kommunikation sowie IT und Digitalisierung

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